Biotop im KGV Walderholung

Infografik: Biotop-Zonen – Tiefwasser, Flachwasserzone und Sumpfzone
Illustration der Zonen: Tiefwasser, Flachwasserzone und Sumpfzone.

Unser Feuchtbiotop ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie naturnahe Gestaltung die Artenvielfalt fördert: Wasser, Röhricht, Blühflächen und Totholz bieten Nahrung, Deckung und Lebensraum für unzählige Arten.

Hinweisschild „Feuchtbiotop – Betreten verboten“ und Infotafel am Röhrichtsaum

Schutzbereich & Infotafel: Ruhe fürs Biotop

Das Schild „Feuchtbiotop – Betreten verboten“ markiert eine sensible Ruhezone. Ungestörte Uferbereiche sind wichtig für Amphibien und die Regeneration des Röhrichts. Die Infotafel erklärt Regeln und Pflege – Wegefreihalten, Leinenpflicht und Müllfreiheit sichern die Biodiversität im Verein.

Stichworte: Schutzgebiet, Besucherlenkung, Amphibienschutz, Röhricht.

Gesamtansicht des Biotopteichs mit Röhricht, Rohrkolben und Seerosen – strukturreicher Lebensraum im KGV

Biotopteich: Gesamtansicht

Der Teich bildet das Zentrum des Biotops. Röhricht mit Schilf und Rohrkolben stabilisiert das Ufer und filtert Nährstoffe, Seerosen beschatten die Oberfläche. Unterschiedliche Tiefen schaffen Rückzugsräume für Amphibien und Wasserinsekten und verbessern das Mikroklima im Verein.

Stichworte: Biotopteich, Röhricht, Seerosen, Lebensraum, Mikroklima.

Rohrkolben (Typha) mit Blutweiderich (Lythrum salicaria) am Biotopufer

Rohrkolben & Blutweiderich: Struktur & Bestäuber

Rohrkolben stabilisiert das Ufer, filtert Nährstoffe und bietet über Winter wertvolle Struktur für Insekten. Blutweiderich blüht von Juli bis September und liefert eine dauerhafte Nektar- und Pollenquelle für Wildbienen und Schmetterlinge. Pflege: Rückschnitt mosaikartig erst im Spätwinter.

Stichworte: Röhricht, Feuchtbiotop, Bestäuberförderung.

Unterwasserbereich mit Rohrkolbenstängeln und Seerosen – Lebensraum für Larven, Schnecken und Amphibienlaich

Unterwasserwelt: Versteckte Vielfalt

Zwischen Rohrkolbenwurzeln und Seerosenstielen siedeln sich Biofilm und Periphyton an – Nahrung für Schnecken, Köcherfliegen- und Libellenlarven. Halme dienen als Laichsubstrat für Amphibien und als Schutz für Jungtiere. Abgestorbene Pflanzenteile werden zu Detritus und schließen den Nährstoffkreislauf.

Stichworte: Unterwasserpflanzen, Mikrolebensräume, Makrozoobenthos, Amphibienlaich.

Seerosenknospe (Nymphaea) zwischen Schwimmblättern – Schattenspender und Lebensraum im Biotopteich

Seerosen: Schattenspender & Lebensraum

Seerosen (Nymphaea) beschatten das Wasser, mindern Aufheizung und Algenwuchs. Schwimmblätter bieten Deckung und Anlandeflächen für Insekten, zwischen den Stielen finden Amphibien und Jungtiere Schutz. Eine knospende Pflanze gilt als Zeichen stabiler Wasserqualität und Nährstoffbalance.

Stichworte: Seerose, Schwimmblattpflanzen, Algenreduktion, Gewässerökologie.

Schilf und Rohrkolben – vertikale Struktur am Gewässer

Rohrkolben & Schilf: Filter und Deckung

Rohrkolben bindet Nährstoffe, reduziert Schwebealgen und dient als Deckung für Wasservögel. Die Halme bleiben über Winter stehen: sie sind wertvoll als Überwinterungsquartier für Insekten.

Praxis: Schnitt in Mosaikflächen, abgestorbenes Material kompostieren.

Holzwand mit Insektenhotel, Nistkasten und Infotafeln – Einstieg ins Biotop des KGV Walderholung
Infostand mit Nisthilfen am Biotop-Eingang

Infostand & Nisthilfen

Die Infotafeln erklären Anlage, Pflege und Arten des Biotops. Insektenhotel und Nistkasten schaffen Brut- und Überwinterungsplätze für Wildbienen und Singvögel – das stärkt Bestäuber und fördert natürliche Schädlingskontrolle im Verein.

Stichworte: Umweltbildung, Nisthilfe, Wildbienen, Naturschutz im KGV.

Knospe der Seerose (Nymphaea) zwischen Schwimmblättern im Vereinsbiotop – Kühlung des Wassers und Mikrohabitate

Seerosenbestand: Kühlung & Mikrorefugien

Die heimische Seerose (Nymphaea) bildet einen Teppich aus Schwimmblättern, der Temperaturspitzen dämpft, UV-Licht für Zooplankton abschirmt und damit Algenkonkurrenz verringert. Blätter dienen Käfern und Libellen als Landeflächen, Stiele als Anheftorte für Laich und Aufwuchs (Biofilm). Die frische Knospe zeigt einen vitalen Bestand und eine ausgewogene Nährstofflage.

Stichworte: Nymphaea, Kühlwirkung, Biofilm, Laichsubstrat, Gewässergesundheit.

Blühsaum mit heimischen Wildkräutern am Holzzaun – Pollen, Nektar und Überwinterungsstruktur für Insekten

Blühsaum am Zaun: Nahrung & Struktur

Der naturnahe Blühsaum entlang des Zauns liefert von Frühling bis Herbst Pollen und Nektar für Wildbienen, Schwebfliegen und Tagfalter. Stehen gelassene Stängel und Samenstände bieten Überwinterungsplätze und Futter für Vögel. Pflege: 2–3 Schnitte im Jahr versetzt, Teilbereiche über Winter stehen lassen, damit sich die Artenvielfalt dauerhaft etabliert.

Stichworte: Blühstreifen, Wildpflanzen, Bestäuberförderung, extensives Mähen.

Uferzone des Biotopteichs mit dichtem Röhricht (Rohrkolben) und Seerosen – gestufte Tiefen und Übergangsbereich

Ufermosaik: Röhricht & Flachwasser

Gestaffelte Wassertiefen vom Flachwasser bis ins Röhricht verbessern die Selbstreinigung des Teichs. Rohrkolben stabilisieren das Ufer und binden Nährstoffe, Seerosen brechen Wellen und schaffen Deckung. Der krautige Rand als Ökotone verbindet Land und Wasser – wichtig für Amphibien und Insekten beim Landgang.

Stichworte: Tiefenstaffelung, Ökotone, Nährstofffilter, Uferstabilität.

Umweltschutz & Streuobstwiese

Infografik: Umweltschutz im KGV – Streuobstwiese, Pflanzaktionen und Insektenhotel
Illustration: Streuobstwiese, Pflanzaktionen und Insektenhotel als Bausteine des Umweltschutzes.

Nachhaltige Pflanzaktionen, Insektenhotels und Umweltbildung im KGV Walderholung Sonneberg.

  • Insektenhotel aus Holz, gemeinsam mit Kindern gebaut
    Gemeinsam gebaut

    Insektenhotel aus Holz im Gartenprojekt des KGV Walderholung, gemeinsam mit den Kindern der Vereinsmitglieder gebaut. Die jungen Helfer sammelten Zapfen, Schilf und kleine Hölzer und lernten dabei, warum geschützte Lebensräume für Bestäuber so wichtig sind. Das Projekt verbindet praktischen Naturschutz mit Umweltbildung und zeigt, wie gemeinschaftliches Engagement nachhaltige Wirkung entfaltet.

  • Insektenhotel aus Naturmaterialien im Garten
    Quartier für Nützlinge

    Insektenhotel aus Naturmaterialien als lebendiger Beitrag zum Artenschutz. Gefüllt mit Hölzern, Stroh und Schilfrohren bietet es Nist- und Überwinterungsplätze für Wildbienen und andere Nützlinge. Es dient als anschauliches Beispiel, wie kleine Maßnahmen im Garten das ökologische Gleichgewicht stärken.

  • Frisch gepflanzter junger Obstbaum mit Stützpfählen
    Neue Pflanzung

    Frisch gepflanzter Obstbaum, stabilisiert durch Stützpfähle, steht für nachhaltige Pflanzaktionen im Verein. Er schafft künftige Blüten und Früchte, bietet Nahrung und Deckung für Tiere und verbessert langfristig Klima und Bodenstruktur.

  • Apfelbaum mit ersten Früchten auf einer Wiese
    Erste Früchte

    Apfelbaum mit ersten Früchten auf naturbelassener Wiese. Traditionelle Obstbaumkultur trifft naturnahe Pflege: Blüten locken Bestäuber an, die Ernte liefert gesunde Früchte – ein Gewinn für Biodiversität und Gemeinschaft.

  • Jung gepflanzter Apfelbaum mit Holzpfählen
    Gut gestützt

    Junger Apfelbaum mit stabilen Holzpfählen als Zeichen für Wiederaufforstung. Solche Pflanzaktionen binden CO₂, spenden künftig Schatten und stellen wertige Lebensräume her – getragen von engagierten Mitgliedern.

  • Neuer Obstbaum in naturbelassener Wiese
    Biodiversität im Aufbau

    Neuer Obstbaum in einer artenreichen Wiese. Sorgfältig gesetzt, entwickelt er sich zu einem starken Baum, der über Jahre Blüten, Früchte und Quartiere für Insekten bietet – ein kleines, robustes Ökosystem.

  • Kirschbaum mit kräftigem Wachstum
    Kirschbaum im Aufwind

    Kirschbaum mit vitaler Krone auf naturbelassenem Boden. Er liefert Blüten für Bestäuber und Früchte für Mensch und Tier, stabilisiert den Boden und verbessert das Mikroklima im Garten.

  • Apfelbaum mit breiter Krone in naturnaher Wiese
    Krone über der Wiese

    Apfelbaum mit breiter Krone in blühender Wiese. Teil eines Projekts zur Belebung von Streuobstwiesen – wichtig als Lebensraum, Nahrungsquelle und für ein stabiles ökologisches Gleichgewicht.

  • Mehrere junge Obstbäume in naturnaher Fläche
    Streuobstwiese wächst

    Mehrere junge Obstbäume in naturnaher Fläche zeigen, wie Pflanzaktionen langfristigen Naturschutz fördern. Streuobstwiesen speichern Wasser, fördern Insekten und liefern gesunde Früchte – praktischer Nutzen trifft Verantwortung.

Hinweisschilder

Familienfreundliche Hinweisschilder im Gartenverein
Familienfreundliche Hinweisschilder im KGV Walderholung.

In unserem Kleingartenverein gibt es Infotafeln zu Tieren, Insekten und Pflanzen – klare Hinweise und spannende Naturinfos.

Natur schützen – Wissen teilen

Der Schutz der Natur ist eine zentrale Aufgabe unseres Kleingartenvereins. Jede Infotafel in den Gärten erinnert Kinder und Erwachsene daran, wie wichtig der achtsame Umgang mit Tieren, Insekten und Pflanzen ist.

Dank der Hinweisschilder lernen Besucherinnen und Besucher, welche Artenvielfalt in unseren Anlagen lebt und wie man sie bewahren kann. Ob Bienen, Schmetterlinge, Vögel oder heimische Pflanzen – überall laden die Tafeln zum Entdecken ein.

So wird der Spaziergang durch den Gartenverein nicht nur erholsam, sondern auch lehrreich und trägt aktiv zum Naturschutz bei.

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